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Lucas Petzold

Krankheitsbild: spastische, linksbetonte Tetraparese, Rumpfhypotonie, neuropsych. Defizite in Entwicklung

Der Vater von Lucas, Herr Jens Hildebrand schreibt:

Liebe Mitarbeiter und Unterstützer von dolphin aid e.V.!

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es jetzt schon her, dass meine Familie zusammen mit unserem Sohn Lucas Petzold aus Zwickau/Sachsen an dieser für uns sehr bedeutungsvollen Delphin-Therapie in Key Largo/Florida teilnehmen durften. Viel Arbeit und Mühe haben wir investiert, das nötige Geld für diese in unserem Land leider noch vielumstrittene Therapieform, selbst zusammen zu bekommen. Über unsere Aktion: „Delphin-Therapie für Lucas“ haben wir es aber dennoch geschafft. Firmen, Schulen, Krankenhäuser und viele, viele Privatpersonen waren uns hierbei behilflich. Leider muss ich auch gestehen, dass ich anfangs persönlich nicht von den von Ihnen so beschriebenen Therapieerfolgen überzeugt war. Heute freue ich mich, dass ich mich maßlos irrte.

Lucas fiel im Februar 2001 aus seinem Kinderbett so unglücklich, dass er ein halbes Jahr im Koma lag und als Folgeschäden des schweren Schädel-Hirn-Traumas linksseitig gelähmt ist und oft mit seinen spastischen Anfällen zu kämpfen hatte. Schon bei der Delphin-Therapie zeigte unser kleiner Schatz schon unwahrscheinliche Fortschritte. Erstmalig benutzte er nach seinem Unfall wieder sein linkes Bein, um spielerisch Spunky, einem der uns lieb gewordenen Delphine, abzuwehren. Wahnsinn! Ich habe Lucas seit seinem Unfall lange nicht mehr so häufig und intensiv lachen gesehen, wie bei seiner 14-tägigen Delphin-Therapie in Florida. Heute, ein halbes Jahr danach freue ich mich Ihnen mitteilen zu können, dass Lucas nicht nur das Laufen wieder neu erlernt, seine spastischen Anfälle soweit zurückgegangen sind, dass verschiedene Medikamente auf ein Minimum herabgesetzt wurden und im allgemeinen, nach Aussage seiner Therapeuten hervorragende Besserungen in den letzten Monaten gemacht hat, sondern auch viele Wörter, die er aufnimmt nachzusprechen versucht. Unglaublich, diese Erfolge. Und alles „nur“ nach einer Therapieform, die ich anfangs anzuzweifeln versuchte!

Warum schreibe ich Ihnen das alles? Sie, sehr geehrte Mitarbeiter von dolphin aid e.V., haben mich erst auf die Möglichkeit der Delphintherapie gebracht. Sie haben mir und meiner Familie den Mut und die Kraft gegeben, die von uns initiierte Spendenaktion für unseren Lucas zu beginnen und auch zu Ende zu führen.

Sie gaben uns die hierfür notwendigen Informationen und Ratschläge. Sie erklärten uns alles organisatorische, wie den Flug, die Unterkunft, die Therapie-Anmeldung und begleiteten uns in Key Largo, wenn wir einmal nicht mehr weiter wussten oder Sorgen hatten. Ohne Sie, liebe Mitarbeiter, wären diese Erfolge für unseren Sohn heute nicht möglich! Dafür möchten wir uns, vor allem Lucas, bei Ihnen heute einmal ganz besonders bedanken. Wir Danken vor allem Frau Kuhnert, die nicht nur den Verein gegründet hat, sondern auch über deren Arbeit uns Eltern ständig auf dem laufenden hält. Wir danken Frau Oßenschmidt, die uns die komplette Organisation – von der Anmeldung bis zur Buchung – abgenommen hat und wir danken auch den anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern von dolphin aid e.V., die diese für uns erfolgreiche Delphin-Therapie stillschweigend zumeist im Hintergrund mit unterstützten. Ich wünsche Ihnen allen persönlich noch viel Kraft und Engagement, damit noch vielen anderen Eltern mit ihren Kindern auch so geholfen werden kann, wie Lucas und uns.

Alles Gute und Hochachtungsvoll

Ihr Jens Hildebrand – Vater von Lucas Petzold aus Zwickau